Teneriffa - die vielseitigste Insel der Kanaren

Teneriffa ist die grösste und bevölkerungsreichste Insel des kanarischen Archipels. Sie hat auch die grösste Vielfalt hinsichtlich Landschaft, Klima, Natur und Kultur zu bieten.

Selbst das Meer sieht rund um die Insel anders aus. 



Der Teide ist nur nicht der höchste Berg der Kanaren sondern ganz Spaniens. Mit 3.715 Metern übertrifft er den höchsten Berg des spanischen Festlands, den Mulhacén in der Sierra Nevada mit immerhin stolzen 3.479 Metern und es fehlen ihm nur rund 80 Meter zum höchsten Berg Österreichs, dem Grossglockner mit 3.798 Metern. 

Ein Man-kann-sich-nicht-satt-sehen-Blick


Selbst in den Alpen gibt es nicht viele Regionen, wo man sicher und bequem mit dem Auto bis auf 2.300 Meter hochfahren kann wie hier auf unserem kleinen Eiland.

Mit dem Auto über den Wolken


Die Cañadas, also die in über 2.000 Meter Höhe befindliche Kraterlandschaft rund um den den Teide, sind eine authentische Naturlandschaft, die seit Urzeiten unverändert aussieht... bis zum nächsten Vulkanausbruch zumindest, und der kann irgendwann  kommen. Der Teide schläft nur!

Blick vom Guajara, den 2.700 Meter hohen höhsten Punkt des Kraterrandes in den Krater. Weiter oben Nachbarinseln


Unten der Parador und der Finger Gottes


Diese enormen Höhenunterschiede auf der 80 km / gefühlt 300 km langen Insel sorgen für stetige Klimazonenwechsel. Sie liegen an Ihrem Urlaubsort am Pool, Schmetterlinge schweben umher und innerhalb von 1 Stunde können Sie auf dem Weg in die Berge sämtliche Jahreszeiten durchfahren. 


Das innere der Insel ist zu grossen Teilen bewaldetes Naturschutzgebiet. Hier sieht es seit 50 Jahren gleich aus. Es herrscht Bauverbot. Die Täler des Anaga- oder Tenogebirges sind nicht zugebaut und haben ihre ursprüngliche Schönheit bewahrt. 

Anaga

Masca, Teno, das Machu Pichu Teneriffas


Der Esperanza-Wald, der sich über 50 km dem Inselrücken entlangzieht, hat 2023 einen, leider wie immer menschengemachten Waldbrand hinnehmen müssen. Hier lassen sich die Zerstörungswut eines Waldbrandes und die Regenerationskräfte der Natur am Objekt beobachten. Die Kanarische Kiefer ist nichts weniger als ein kleines Wunder aus Holz. Bei Baumstämmen, die Kohlebriketts gleichen, gibt es wieder grüne Triebe. Andere Waldregionen werden in sog. monteverde umgewandelt, d.h., der ursprüngliche Lorbeerwald soll abgebrannte Kiefernwälder, die einst mit schnellwachsenden, nicht kanarischen Kiefernsorten gepflanzt wurden, ersetzen. So will sich die Insel waldbrandsicherer machen.

Nach dem Brand gelangt mehr Licht an den brandgerodeten Waldboden und er wurde bedeckt von Blumen



                               

              Eine kanarische Kohlekiefer             Monteverde - immer grüne Lorbeerwälder, oberhalb von Agua García

                treibt wieder aus


Die Kanaren wurden von den Spaniern nur wenige Jahre vor den westindischen Insel der Karibik erobert. Auf Teneriffa hiessen die Ureinwohner Guanchen, wahrscheinlich Abkömmlinge von Berbern aus Nordafrika. Wie überall gab es auch unter den Guanchen Rivalitäten, die die Spanier bei ihrer Conquista auszunutzen wussten. Auf der östlichen Inselseite sorgte eine angeschwemmte Marienfigur, die einige Wunder bewirkte, für eine rasche Christianisierung. Gemeinsam zogen Guanchen und Spanier gegen die Guanchenkönige im heutigen La Orotava. Die Namen der Ortschaften auf der Westseite sind Zeugnis der kriegerischen Eroberung. In La Mantanza, das Gemetzel, verloren die Spanier, in La Victoria, der Sieg, gewannen sie, in Los Realejos, den Feldlagern, lagerten sie.

Die Altstadt von San Cristobal de la Laguna hat den Charakter einer Stadt mit kolonialer Vergangenheit. La Orotova verkörpert architektonisch ein kanarisches Erbe, für das der Holzbalkon steht. Santa Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt und sieht aus wie eine moderne spanische Hafenstadt.


Innenhof in La Laguna


Was wirklich wichtig ist

Es gibt drei agrikulturelle Vermächtnisse auf der Insel. Banane, Wein und Kartoffeln. Die Banane ist kleiner, etwas dicker und aromatischer als ihre Cousine Chiquita aus Mittelamerika, kann sich aber nicht in Europa durchsetzen, da EU-Vorgaben  Krümmungswinkel und Länge für Bananen anderweitig definiert haben. Angefangen mit der Bananenzucht haben die Engländer, wer sonst, die waren schliesslich (fast) überall und wollten sich auch die Kanaren krallen, was die Spanier allerdings abwehren konnten. 

Der Wein der Insel wurde schon zu Shakespeares Zeiten nach England verschifft. Auf nichts ist der Kanare so stolz wie auf seinen Wein, gefolgt von der Kartoffel, die hier nicht patata sondern papa, also Pabst heisst. Kinder rufen ihren Vater übrigens papá. 

Eine wohlgeratene kanarische Kartoffel


Mehr zu Wein und Honig im Casa de los vinos in El Sauzal. Ist immer einen besuch wert. Wunderschöner Hof mit irrem Blick von der Klippe auf den Atlantik. Das Restaurant und natürlich die Weine, sind ebenfalls zu empfehlen.



Was dem Engländer seine Banane ist dem Deutschen sein Bier und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass deutsche Bierbrauer das heimische Pils "Dorada" in den 30ern des 20.Jahrhunderts mitverzapft haben (sollen).


 


Moderner und professioneller Tourismus

Teneriffa bietet Freizeitgestaltungsmöglichkeiten in Hülle und Fülle.

Da gibt es den Loropark, einem Tierpark mit Tier-Shows. Gegründet als Papageien-Sammlung, hat sich der Loropark zu einem einzigartigen Tierpark-Erlebnis entwickelt. Die Gartenanlagen sind wunderschön. Die Zeltdachkonstruktionen gleichen der des Münchner Olympiastadions. Wer die Orca-Show aus ethischen Gründen ablehnt, sollte sich unbedingt die putzige Papageien-Show anschauen.

Der Siampark ist ein Wasserrutschen-Paradies, zu dessen Einweihung die Thronfolger Siams, sorry, Thailands, zugegen waren.

Ansonsten gibt es Whalwatching, Kayaktouren, Quadtouren, Rennradtouren, Mountainbiketouren, Wandertouren,  Reittouren, Gleitschirmtouren, Tauchtouren, Unterwassertouren usw. 



Die Kanaren sind Spanier und wo der Spanier lebt, da wird gefeiert. Daraus entstanden in Spanien zwei kulturelle Errungenschaften, vor denen die Welt ihren Hut zieht.

1) Die Fiesta

Karneval, Romeria (Erntedankfest), Dorffiestas, die dem/der jeweiligen Dorfpatron*in gewidmet sind, Heilige 3 Könige*innen, die auf echten Dromedaren in den Ort reiten.


       

       Keine Dorffiesta ohne Feuerwerk


2) Die Siesta

Die Namensähnlichkeit zu Fiesta ist sicherlich NICHT zufällig, denn nach dem Feiern sollst Du ruh´n. 

Ein institutionalisierter Mittagsschlaf für alle Altersgruppen. Herrlich!